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ERFAHRUNGSBERICHT

über das legendäre CS 1220 XD

VON D. DRUMMOND

1. Funktionsprinzip
Beim dem CS 1220 XD handelt es sich um ein Modell, das nach dem VLF/TR-Prinzip arbeitet (VFL very low frequency;= sehr niedigrige Frequenz; T=Transmitter (Sender) R=Receiver (Empfänger). Dabei wird auf einer Frequenz von ca. 17 KHz ein elektromagnetisches Feld erzeugt, das von einer Empfängerspule im Suchkopf abgestrahlt wird.
Eine Empfängerspule ist so im Suchkopf plaziert, daß kein, bzw. nur ein geringes Feld induziert wird. Gelangt nun ein Metallteil in die Nähe des Suchkopfes, erscheint an der Empfängerspule ein Signal, weil die Symmetrie der Anordnung aus dem Gleichgewicht gerät.
Dieses Signal wird anschließend elektronisch weiterverarbeitet und optisch sowie akustisch angezeigt. Dabei sind beim 1220 XD vier verschiedene Auswertmöglichkeiten schaltbar.
Dieses Verfahren ermöglicht es, anders als bei dem meist kommerziell eingesetzten Pulsinduktionsverfahren, das Vorhandensein von Eisen- und Nichteisenmetallen getrennt anzuzeigen.
2. Handhabung
Das 1220 XD besitzt ein Kunststoffgehäuse, das man von der Bedienungsfreundlichkeit und vom Styling als gelungen bezeichnen kann. Wählt man eine der 4 Auswertmöglichkeiten:
a) Ground Discrim 1: Alle Metalle werden durch ansteigenden Ton und Rechtsausschlag der Instrumenten-nadel angezeigt. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit kleine Teile zu unterdrücken. Dies wird mit einem abfallenden Ton und Linksausschlag der Nadel angezeigt.
b) Ground Discrim 2: Auswertung wie a, jedoch können auch größere unerwünschte Objekte unterdrückt werden. Der Grad der Unterdrückung ist mit einem Drehknopf regelbar.
c) Meter Discrim: Alle Metalle werden mit einem ansteigenden Ton und Rechtsausschlag der Nadel angezeigt. Bei kleinen Teilen fällt die Nadel nach links.
d) Meter + Audio Discrim: Edel- und Buntmetalie bewirken einen ansteigenden Ton mit Rechtsausschlag der Nadel. Kleine Eisenteile werden mit Linksausschlag und abnehmendem Ton angezeigt. Dann ist zu Beginn des Suchvorgangs lediglich ein Abgleich des Gerätes auf den betreffenden Boden (Kompensieren der Bodeninterferenz) erforderlich. Dazu wird der Suchkopf auf den Boden gehalten und der Einschaltknopf in Uhrzeigerrichtung bis zum Ertönen eines eben noch wahrnehmbaren Tones gedreht, wobei sich die Instrumentennadel etwa in Skalenmitte einpendelt. Anschließend wird der Suchkopf in einer halbkreisförmigen Schwenkbewegung über das abzusuchende Gelände geführt. Wird dabei ein Metallteil überstrichen, so wird dies je nach oben beschriebener Einstellung angezeigt. Eine evtl. während des Suchvorgangs erforderliche Veränderung der Einstellung (z.B. Erhöhung der Empfindlichkeit) wird durch Drücken des Knopfes "Retune" wieder rückgängig gemacht. Es sind dann automatisch die bei Beginn des Suchvorgangs eingestellten Werte wieder maßgebend. Diese Möglichkeit wird jeder Praktiker zu schätzen wissen. Der Schwerpunkt des Gerätes ist anwendergerecht gewählt.

 

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Wenn der Teleskopstab in seiner Länge so eingestellt wird, daß der Suchkopf mit ausgestrecktem Arm den Boden berührt, ist ein stundenlanges Suchen ohne Ermüdungserscheinungen möglich. Das Meßgerät ist im Bedienungsfeld integriert und gut abzulesen. Leider ist für das 1220 XD werkseitig kein Koffer lieferbar. Es wurde daher ein Musterkoffer mit einem selbst zugeschnittenen Schaumstoffeinsatz umfunktioniert. Hier haben alle Teile inkl. Ladegerät einen stoßsicheren Platz.
Für den sonstigen Transport reicht ein selbstgefertigter Segeltuchbeutel aus. Das Gerät wurde mit NiCa-Akkus betrieben. Der Ladezustand der Akkus kann am Instrument auf Knopfdruck abgelesen werden. Eine Ladung erlaubt ca. 6 Stunden Suchbetrieb. Erzielbare Suchergebnisse
Wer einmal die diesbezüglichen Angaben verschiedener Hersteller vergleicht, wird feststellen, daß man hier oft vergeblich konkrete Angaben sucht. So ist oft von mehreren Münzen oder größeren Objekten die Rede. Diese nichtssagenden Angaben sind dann meist noch auf das Medium Luft bezogen und allenfalls als theoretischer Wert zu verstehen. Um aussagefähige Angaben zu machen, muß schon ein entsprechender Aufwand getrieben werden. Deshalb wurden hier möglichst viele, dem Leser bekannte Objekte gewählt, um ein reproduzierbares Ergebnis zu erzielen. Die einzelnen Resultate sind aus der Tabelle ersichtlich. Die Objekte wurden so plaziert, daß jeweils ihre größte Metallfläche zur Sonde zeigte. Es wurde immer in der Stellung "Ground Discrim 1" gemessen, wobei zum Nachweis ein akustisch deutlich hörbarer Frequenzanstieg sowie ein Zeigerausschlag von einem halben Skalenteil erfolgen mußte. Die Messergebnisse sind mit einem Fehler von ca. 10% behaftet. Nach dem Test wurde der Sandboden durchfeuchtet. Die sofort vorgenommenen Messungen brachten keine nennenswerten Veränderungen.

Ergebnis:
Das getestete Gerät entspricht mit seiner Leistung und seinen Möglichkeiten in bezug auf die Funktionsweise dem Stand der heutigen Technik. Mit seinem Preis liegt es im Niveau vergleichbarer Mitanbieter. Bei diesem Test wurde auch deutlich, daß dem TR-Prinzip systembedingte Grenzen gesetzt sind. Das von C-SCOPE ca. 300,- DM teurer angebotene TR-Gerät Metadec3 hat z.B. nur eine ca. 10%ig größere Suchleistung, wobei natürlich der Metadec beide Arbeitssysteme Motion und NonMotion in einem Gerät vereint.

Ortungstiefe in:

 


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